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BPM Glossar
Abkürzung | Definition |
ARIS | ARIS ist das Akronym für „Architektur integrierter Informationssysteme“ und wurde von Prof. Scheer und seinen Mitarbeitern 1992 an der Universität des Saarlands entwickelt. |
ASAP | ASAP steht im Bereich BPM für Asynchronous Service Access Protocol und ist ein Standard der OASIS. ASAP erweitert SOAP, damit asynchrone Webservice in Geschäftsprozessen aufgerufen, deren Fortschritt überwacht und deren Fertigstellung erkennen zu können (Fuller J et. al. 2005). |
BMI | Business Modeling & Integration |
BMM | Business Motivation Metamodel |
BP | Business Process: Ein Geschäftsprozess schafft durch Veredelung von Inputfaktoren (z.B. Informationen oder Rohstoffe) einen Mehrwert für Kunden/Stakeholder eines Unternehmens. |
BPD | Das Business Process Diagram stellt den bisher einzigen Modelltyp der BPMN zur Modellierung von Geschäftsprozessen dar |
BPDM | Business Process Definition Metamodel erweitert den BPMN Standard um eine Metaebene, die zur detaillierten Beschreibung der Geschäftsprozesse dienen soll. Dadurch soll die Speicherung im XMI-Format zum Austausch von Modellen möglich werden (Siegel 2007, 11). |
WS-BPEL | Ist die Abkürzung für Business Process Execution Language und eine Weiterentwicklung von BPEL4WS 1.0 und 1.1 (WSBPEL Spezifikation, 2007, S. 6). BPEL enthält Elemente zur Ausführung von automatisierbaren komplexen Prozessen. BPEL übersetzt ein Prozessmodell, das bspw. in der BPMN vorliegt, in eine Reihenfolge, in der die Webservice abgearbeitet werden. Die Kernspezifikation von BPEL kann durch proprietäre Elemente erweitert werden. BPEL4People ist bspw. ein (veröffentlichtes) Whitepaper, das auf BPEL aufgesetzt werden kann, sofern Benutzerinteraktionen benötigt werden. |
BPEL4People (BPEL Extensions for people oder B4P oder WS-BPEL4People | Erweiterungen zum BPEL Standard, der von SAP und IBM entwickelt und der OASIS im April 2007 publiziert wurde, um Benutzerinteraktionen in Geschäftsprozessen zu ermöglichen. BPEL4People ergänzt den BPEL 2.0 Standard nur um die notwendigsten Elemente und stellt damit keinen eigenen Standard dar. Laut der Spezifikation, müssen die Elemente als Webservice implementiert werden.. |
BPEL4WS | Business Process Execution Language for Web Services (Gegenspieler ist BPML) – siehe WS-BPEL. |
BPEL-SPE | BPEL-SPE ist Erweiterung zum BPEL-Standard zum Aufruf von Subprozessen auf lokalen oder entfernten Systemen und wurde zusammen von IBM und SAP zusammen in einem Whitepaper veröffentlicht. Darin werden die Ziele beschreiben, den Lebenszyklus von Subprozessen besser steuern zu können, die Prozesse über zusammen verwendete Kontexte (z.B. für Daten) enger aneinander zu binden, sowie den Aufruf von Subprozessen auf verteilten BPEL-Engines zu ermöglichen (Kloppmann et. al. 2005, 3-4). |
BPM | Business Process Management beinhaltet eine Menge von Technologien und Standards, um Geschäftsprozesse zu gestalten, aufzuführen, verwalten und auszuwerten. BPM ist eine Erweiterung zum klassischen Workflow-Management, das in der Vergangenheit zur Bewältigung von Aufgaben (z.B. Versicherungsanfrage) eingesetzt wurde und den herkömmlichen Papierfluss imitierte. Unter BPM wird die unternehmensweite Integration von verschiedenen Technologien über SOA, EAI und ESB verstanden. |
BPMI | Die Business Project Management Initiative hat sich 2005 mit der OMG zusammengeschlossen. |
BPML | Business Process Modeling Language: BPML ist eine Metasprache der BPMI zur Definition von Geschäftsprozessen im Unternehmen. Konkurrenz zur BPML ist das BPEL4WS, die u.a. durch IBM, BEA und Microsoft entwickelt wurden. BPML wurde zugunsten von BPEL aufgegeben. |
BPMM | Das Business Process Maturity Model (vergleichbar mit dem CMMI der Carnegie Mellon University) der OMG stellt ein Reifegradmodell zur Bewertung des Geschäftsprozessmanagement im Unternehmen dar. Es ist – ähnlich wie das CMMI – in fünf Reifegrade unterteilt: 1. Initial: Auf dieser untersten Stufe befindet sich jedes Unternehmen, in dem überhaupt kein Prozessmanagement stattfindet, wo die Prozesse also weitgehend ungeplant ablaufen. 2. Managed: Prozesse sind definiert und wiederholbar, Abteilungen managen ihre (Teil-)prozesse isoliert. 3. Standardized: Es sind unternehmensweite, standardisierte “end-to-end”-Prozesse definiert. 4. Predictable: Es findet eine quantitative Planung und Überwachung der Prozesse statt, um vorhersagbare Ergebnisse zu erzielen. 5. Innovating: Die Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. (o.V, 2007) |
BPMN | BPMN (Business Process Modeling Notation) ist ein Standard der OMG und eine Sprache zur Modellierung von Geschäftsprozessen, der eine Brücke zwischen der Fach- und IT-Abteilung durch eine einfach verständliche grafische Notation schlagen soll. Darüber hinaus kann BPMN durch Anreicherung von Informationen in ausführbare Standards überführt werden kann (White 2005, 1; Madden 2003). Die Abkürzung BPMN steht ab BPMN 2.0 für Business Process Model and Notation (Siegel 2007, 13). |
BPMS | Ein Business Process Management System integriert vergleichbar wie EAI-Systeme verschiedene Softwaresysteme, verwendet aber darüber hinaus eine Geschäftslogik zur Ablaufsteuerung von Geschäftsprozessen (Allweyer 2005, 32). |
BPRI | Business Process Runtime Interfaces |
BPXL | Business Process Extension Language |
ebXML BPSS | E-Business XML Business Process Specification Scheme ist ein Austauschformat im Bereich e-Business – spezifiziert durch die OASIS. |
EPE | Eriksson-Penker Extensions: Erweiterung von UML, um die Modellierung von Geschäftsprozessen zu unterstützen. |
IMA | Inbound Messaging Activities |
JAVA BPEL | Erlaubt die Verwendung von BPEL zusammen mit Java, um bspw. Variablen in Java zu definieren und um die Portabilität zu erhöhen. JAVA BPEL Prozesse könnten problemlos zwischen Java Anwendungen „transportiert“ werden. |
MDA (OMG) | Model driven architecture (Modell getriebene Architektur) beschreibt ein Vorgehen der OMG, direkt aus der Software-Architektur Programmcode zu generieren, um dadurch bspw. die Wiederverwendbarkeit von Softwaremodulen zu erhöhen oder die Fehlerrate zu reduzieren. |
MEMO-PML | Die Multi Purpose Enterprise Modeling Process Modeling Language ist eine grafische Notation zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und Bestandteil der MEMO, die am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik Koblenz-Landau entstanden ist. Jürgen Jung erarbeitete 2004 ein Konzept zum Mapping von Memo-PML nach XPDL. |
MOF | Meta-Object Facility ist ein Metamodell der OMG, um Metamodelle (bspw. UML) in Metamodelle anderer Modellierungsstandards zu überführen (o.V. 2005). |
OASIS | Die Organization for the Advancement of Structured Information Standards (gegründet 1993) ist eine Organisation, die die Entwicklung von Webservice- und e-Business Standards vorantreibt (OASIS o.J.) |
OMG | Die Object Management Group wurde 1989 gegründet und umfasst inzwischen mehr als 800 Firmen. Ziel der OMG ist die Entwicklung von herstellerunabhängigen Standards für die Softwarebranche (z.B. UML, XMI, COBRA, MOF) (o.V. 2005). |
PROMET | ProzessMethode ist ein Modell zum Business Engineering. Es bindet die Unternehmensstrategie (Business Process Design), die Prozessarchitektur (Business Process Redesign) mit Aris, die Planung des Systementwurfs (Systems- and Technology Planing) sowie die Implementierung (Intra- und Intranet Implementation) vor. |
SOA | Die serviceorientierte Architektur ist IT- und Managementansatz und besteht aus lose gekoppelten Komponenten, die oftmals als Webservice realisiert werden und in BPMS-Systemen integriert werden (Allweyer 2005, 21). |
SOAP | SOAP stand ursprünglich für “Simple Object Access Protocol”. Diese Definition wurde allerdings fallen gelassen. SOAP ist ein Protokoll der Anwendungsschicht der W3C zum Aufruf von entfernten Prozeduren mittels XML-Nachrichten. |
SysML (aktuell Version 1.0) | Erweiterung gegenüber UML 2.0, durch die Möglichkeit, gemischte Systeme (bestehend aus Hardware und Software), Organisationen, Geschäftsprozessmodellierung usw. abbilden zu können (Oestereich 2005, 31). |
UDDI | Universal Description Discovery and Integration wurde durch die OASIS standardisiert und sollte einen Verzeichnisdienst für Webservices darstellen. Als Nachfolger wird WS-Addressing (siehe bspw. Box/Curbera 2004) von IBM und Microsoft unterstützt. |
UML | Unified Modeling Language ist eine Sprache, die ursprünglich zur Modellierung von Softwaresystemen konzipiert wurde. Insbesondere Klassen- und Aktivitätsdiagramme eigenen sich zur Modellierung von Geschäftsprozessen. |
WFMS | Ein Workflow Management System dient zur Verteilung bzw. Weiterleitung von zu bearbeitenden Aufgaben nach bestimmten Regeln in die Aufgabenkörbe der zuständigen Bearbeiter (Allweyer 2005, 33). |
WfMC | Die Workflow Management Coalition wurde 1993 gegründet und ist eine globale Organisation mit über 300 Mitgliedsfirmen, um Standards im Bereich Workflow Management und BPM voranzutreiben. Ein wichtiger Standard der WfMC ist XPDL (WfMC o.J.a). |
WFML | WorkFlow Modeling Language |
WPDL | Workflow Process Definition Language wurde vom WfMC veröffentlich, aber durch XPDL abgelöst (Jung 2004). |
WS-Addessing | Web Service Addressing wurde vom W3C standardisiert und von Microsoft, Sun, BEA, SAP und IBM zusammen entwickelt und ermöglicht die Adressierung von Web Services und Nachrichten zwischen entfernten Systemen. |
WSCI | Der Webservice Coreography Interface von der W3C |
WSCDL | Web Service Choreography Description Language der W3C |
WSDL | Die Web service Description Language, die auf XML basiert, beschreibt, wie Netzwerk-Dienste (Web Service) eingebunden werden können. |
WSFL | Web Service Flow Language ist ein Vorläufer der WS-BPEL2.0 Spezifikation aus dem Jahr 2002 von IBM. |
W3C | Das World Wide Web Consortium – gegründet 1994 – ist eine Organisation, die Internetstandards und -richtlinien entwickelt und vorantreibt. |
WS-Human Task (oder WS-HAT) | Human Tasks ermöglichen die Zuordnung von Personen/Rollen zu Tasks in service-orientierten Anwendungen. Das Konzept sieht Tasks genauso vor, wie Benachrichtigungen (notifications). |
XMI | Der XML Metadata Interchange Standard der OMG ist ein auf XML basiertes herstellerunabhängiges Format zum Austausch einer Vielzahl von Modellen unter Verwendung der MOF (Jäckle 2004). |
XPDL | XML Process Definition Language (V.2.1. ab März 2008) ist ein Standard der WfMC und wird oftmals fälschlicherweise als Konkurrent zum BPEL-Standard der OMG gesehen. Allerdings betont die WfMC, dass XPDL eher ein Speicher- und Austauschformat ist, dass sich aber auch ausführen lässt (Kamsley 2007). Es beinhaltet ein XML-Format zum Austausch von Geschäftsprozessmodellen zwischen Tools verschiedener Hersteller, die mit BPMN erstellt wurden (WfMC o.J.a). Die Entwicklung der neuen Version 2.1 wurde getrieben von der Veröffentlichung von BPMN 1.1, da dieser Elemente enthält, die nicht im XPDL 2.0 Standard enthalten waren. Im Gegensatz zu BPEL, kann XPDL alle Elemente von BPMN abbilden. |
YAWL | Yet another workflow language ist eine OpenSource Spezifikation zum Modellierung und Ausführen von Geschäftsprozessen, basierend auf Petri-Netzen. |
